Das Clark-Panikmodell, praktisch erklärt

Die Schleife der katastrophisierenden Fehlinterpretation und die KVT-Techniken, die sie unterbrechen

Was ist Clarks kognitives Modell der Panikattacken?

David M. Clarks kognitives Modell der Panikstörung von 1986 besagt, dass Panikattacken durch katastrophisierende Fehlinterpretation harmloser körperlicher Empfindungen angetrieben werden – ein Herzrasen wird als Herzinfarkt gedeutet, Schwindel als Ohnmacht, Derealisierung als Wahnsinn. Das erzeugt eine sich selbst verstärkende Schleife: Fehlinterpretation steigert Angst, Angst intensiviert die Empfindung, intensivere Empfindung verstärkt die Fehlinterpretation. Das Modell sagt voraus, dass Panik ohne echte Gefahr auftreten kann, wenn die Fehlinterpretation da ist – und dass die Behandlung in der Korrektur der Fehlinterpretation besteht, nicht im Aufrechterhalten der Vermeidung.

Panikattacken fühlen sich wie Notfälle an, weil das Alarmsystem des Körpers auf voller Intensität feuert. Was David M. Clark 1986 in einem Artikel, der das klinische Verständnis von Panikstörung neu formte, beschrieb: Die Quelle des Alarms ist nicht die körperliche Empfindung, sondern was das Gehirn darüber vorhersagt. Nachfolgend die klinischen Techniken, die aus diesem Modell folgen – jede mit dem Mechanismus und einer ehrlichen Einschätzung der Evidenz.

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