SBI auch für positives Feedback nutzen, nicht nur zur Korrektur

Situation, Verhalten und Wirkung benennen, wenn jemand etwas richtig macht.

Why it works

Generisches Lob ('gute Arbeit') trägt kaum Information, und sein Belohnungssignal verblasst schnell. Spezifisches, SBI-strukturiertes positives Feedback sagt der Person präzise, was zu wiederholen ist und warum es wichtig war, was das Verhalten sowohl durch informationelles Lernen als auch durch den stärkeren affektiven Effekt verstandener Wertschätzung verstärkt.

How to do it

  1. Einen konkreten Moment bemerken, in dem jemand etwas Wirksames getan hat.
  2. Die Situation benennen, das gesehene Verhalten beschreiben, die Wirkung sagen – mit derselben SBI-Struktur.
  3. Es zeitnah übermitteln – je näher am Ereignis, desto stärker die assoziative Verstärkung.

Evidenz

Spezifisches Verhaltenslob übertrifft generisches Lob sowohl in Bildungs- als auch in Arbeitskontexten darin, Verhalten aufrechtzuerhalten; das entspricht Prinzipien der operanten Konditionierung und Spezifität als aktivem Wirkfaktor effektiver Verstärkung. (observational)

Die meiste Forschung zur Spezifität von Lob stammt aus Bildungskontexten; die Übertragung auf erwachsene berufliche Kontexte ist plausibel, aber weniger direkt untersucht.

Häufiger Fehler

SBI nur für Kritik aufsparen, wodurch Menschen das Modell nur als Bedrohungssignal wahrnehmen – statt das Vertrauen und die Sicherheit aufzubauen, die kritisches SBI gut ankommen lassen.

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