Den richtigen Moment und Rahmen für Feedback wählen

Feedback kommt proportional dazu an, wie sicher und bereit sich der Empfänger fühlt – Zeitpunkt und Privatsphäre zählen.

Why it works

Bedrohungserkennung ist kontextsensitiv: Dieselben Worte, öffentlich versus privat gesagt, oder direkt nach einem stressigen Ereignis versus in einem ruhigen Moment, lösen sehr unterschiedliche Grade von Amygdala-Aktivierung aus. Ein Empfänger im Bedrohungsmodus kann nicht auf die reflexive Verarbeitung zugreifen, die nötig ist, um auf Feedback zu reagieren – optimales Timing reduziert die neurologische Barriere, bevor der Inhalt überhaupt ankommt.

How to do it

  1. Für alles Korrigierende einen privaten Rahmen wählen; öffentliches Feedback demütigt zuverlässig, statt zu motivieren.
  2. Warten, bis die Hitze des Moments vorbei ist – mindestens eine Stunde nach einem angespannten Ereignis.
  3. Einladen statt vorladen: 'Ich möchte etwas Feedback teilen – passt es jetzt?'

Evidenz

Stressreaktionsforschung (der Cortisol-/Amygdala-Hijack) sagt voraus, dass emotionale Erregung die präfrontale Verarbeitung beeinträchtigt, die für Selbstreflexion nötig ist; Feedback in ruhigeren Zuständen wird eher angenommen und umgesetzt. (mechanistic)

Der Mechanismus 'Stress beeinträchtigt Reflexion' ist gut etabliert; kontrollierte Studien zum optimalen Feedback-Timing im Speziellen sind begrenzt.

Häufiger Fehler

Korrigierendes Feedback in dem Raum geben, in dem das Ereignis stattfand, und vor anderen – aus Effizienzgründen getan, tauscht das die Offenheit des Empfängers gegen die Zustimmung eines Publikums.

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