Körperscan und Sitzungsabschluss

Lenken Sie nach der Verarbeitung die Aufmerksamkeit durch den Körper, um verbliebene Anspannung vor dem Sitzungsabschluss zu erfassen.

Why it works

Trauma wird sowohl somatisch als auch kognitiv gespeichert: autonome Erregung, muskuläre Anspannung und interozeptive Muster sind Teil der Erinnerungsspur. Der Körperscan stellt sicher, dass die Verarbeitung nicht nur die kognitiven und emotionalen Kanäle, sondern auch die somatischen Rückstände geklärt hat — sonst kann eine „geklärte“ Erinnerung noch einen physischen Hinweis tragen, der Belastung außerhalb der Sitzung reaktiviert. Der Abschluss bringt das Nervensystem vor Sitzungsende zu einer regulierten Grundlinie zurück.

How to do it

  1. Lenken Sie mit der Zielerinnerung und der positiven Kognition im Sinn langsam Ihre Aufmerksamkeit von Kopf bis Fuß.
  2. Beachten Sie verbleibende Anspannung, Enge oder Unbehagen.
  3. Falls etwas gefunden wird, führen Sie weitere bilaterale Stimulationsserien durch, bis es sich löst.
  4. Nutzen Sie die Sicherer-Ort-Übung oder kontrollierte Atmung, um zur ruhigen Grundlinie zurückzukehren.
  5. Halten Sie unvollständiges Material (nachwirkende Bilder oder Emotionen) in einem Tagebuch für die nächste Sitzung fest.

Evidenz

Somatische Dimensionen von Trauma sind in der Traumaforschung gut dokumentiert. Die Körperscan- und Abschlussphase ist ein klinischer Standard der EMDR-Praxis, eingebettet in das validierte Protokoll. (clinical)

Der Körperscan-Abschlussschritt wurde nicht separat erprobt; seine Begründung ist klinisch etabliert und somatisch verankert, statt eigenständig durch RCTs getestet.

Quellen

Häufiger Fehler

Eine Sitzung ohne ordentlichen Abschluss zu beenden — die Traumaerinnerung aktiv und ungeklärt zu belassen kann dazu führen, dass Belastung zwischen den Sitzungen akut wieder auftaucht.

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