Installation des sicheren Ortes
Verankern Sie ein lebendiges, beruhigendes mentales Bild, zu dem Sie zurückkehren können, wenn die Belastung während der Verarbeitung ansteigt.
Why it works
Traumaverarbeitung erfordert kontrollierte Exposition gegenüber belastendem Material, was einen verlässlichen „Ausschalter“ erfordert. Das Bild des sicheren Ortes wird bewusst mit bilateraler Stimulation gekoppelt, bis es eine konditionierte beruhigende Wirkung erlangt — es gibt dem Nervensystem einen eingeübten Weg zurück in einen regulierten Zustand. Diese Ressourcenaufbauphase ist wesentlich, bevor jede Traumaverarbeitung beginnt, um die Klientin innerhalb ihres Toleranzfensters zu halten.
How to do it
- Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich einen Ort vor — real oder erfunden —, an dem Sie sich völlig sicher und ruhig fühlen.
- Beachten Sie jedes sinnliche Detail: was Sie an diesem Ort sehen, hören und fühlen.
- Verfolgen Sie, während Sie das Bild lebendig halten, eine Reihe langsamer Links-rechts-Augenbewegungen (oder tippen Sie abwechselnd auf die Knie).
- Verstärken Sie das Bild mit einem Wort oder einer Phrase, die es einfängt („friedlich“, „zuhause“).
- Üben Sie, schnell zu diesem Ort zurückzukehren, wann immer Sie sich überwältigt fühlen — er ist Ihre Ressource, kein Ziel.
Evidenz
Die Installation des sicheren Ortes ist eine Standardkomponente von EMDRs Phase 2 (Vorbereitung); ihre Rolle als Stabilisierungswerkzeug vor der Traumaverarbeitung ist klinisch etabliert. Formale Ergebnisstudien konzentrieren sich auf das vollständige EMDR-Protokoll, statt diese Komponente zu isolieren. (clinical)
Die Technik ist in jedes validierte EMDR-Protokoll eingebettet, wurde aber nicht separat als eigenständige Intervention erprobt.
Quellen
- Siegel, D. J. (1999). The Developing Mind: How Relationships and the Brain Interact to Shape Who We Are. New York: Guilford Press.
- Shapiro, F. (2018). Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) Therapy: Basic Principles, Protocols, and Procedures (3rd ed.). New York: Guilford Press.
Häufiger Fehler
Zur Traumaverarbeitung zu eilen, bevor der sichere Ort wirklich gefestigt ist — das Bild sollte automatisch und beruhigend sein, bevor es unter Belastung getestet wird.
Übe das mit IX Coach
More practices for EMDR: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen
- Identifizieren und Anvisieren der traumatischen Erinnerung
Bestimmen Sie die konkrete Erinnerung, ihren schlimmsten Moment (den „Berührungspunkt“) und die negative Überzeugung, die sie installiert hat.
- Bilaterale Stimulation während aktiver Verarbeitung
Halten Sie die belastende Erinnerung im Sinn, während Sie rhythmischer Links-rechts-Stimulation folgen — und beachten Sie, was sich verschiebt.
- Installation der positiven Kognition
Sobald die Belastung abgeklungen ist, stärken Sie die bevorzugte Selbstüberzeugung mit bilateraler Stimulation.
- Körperscan und Sitzungsabschluss
Lenken Sie nach der Verarbeitung die Aufmerksamkeit durch den Körper, um verbliebene Anspannung vor dem Sitzungsabschluss zu erfassen.
- Kognitive und somatische Interweaves
Stockt die Verarbeitung, kann eine kurze, von der Therapeutin gelieferte Aussage oder Frage die Kette neu starten.
- Neubewertung zu Beginn jeder Sitzung
Beginnen Sie jede neue EMDR-Sitzung damit zu prüfen, ob die Erfolge der letzten Sitzung hielten — und was dazwischen aufkam.
Verwandte Konzepte
- Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) — praktisch erklärt
The core techniques, the mechanisms, and where the evidence is strongest
- Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)-Fertigkeiten, praktisch umgesetzt
The four DBT skill sets, the mechanisms behind them, and an honest read on the evidence
- Radikale Akzeptanz, praktisch gemacht
Ending the second arrow — RAIN and the skills of accepting what is