Installation des sicheren Ortes

Verankern Sie ein lebendiges, beruhigendes mentales Bild, zu dem Sie zurückkehren können, wenn die Belastung während der Verarbeitung ansteigt.

Why it works

Traumaverarbeitung erfordert kontrollierte Exposition gegenüber belastendem Material, was einen verlässlichen „Ausschalter“ erfordert. Das Bild des sicheren Ortes wird bewusst mit bilateraler Stimulation gekoppelt, bis es eine konditionierte beruhigende Wirkung erlangt — es gibt dem Nervensystem einen eingeübten Weg zurück in einen regulierten Zustand. Diese Ressourcenaufbauphase ist wesentlich, bevor jede Traumaverarbeitung beginnt, um die Klientin innerhalb ihres Toleranzfensters zu halten.

How to do it

  1. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich einen Ort vor — real oder erfunden —, an dem Sie sich völlig sicher und ruhig fühlen.
  2. Beachten Sie jedes sinnliche Detail: was Sie an diesem Ort sehen, hören und fühlen.
  3. Verfolgen Sie, während Sie das Bild lebendig halten, eine Reihe langsamer Links-rechts-Augenbewegungen (oder tippen Sie abwechselnd auf die Knie).
  4. Verstärken Sie das Bild mit einem Wort oder einer Phrase, die es einfängt („friedlich“, „zuhause“).
  5. Üben Sie, schnell zu diesem Ort zurückzukehren, wann immer Sie sich überwältigt fühlen — er ist Ihre Ressource, kein Ziel.

Evidenz

Die Installation des sicheren Ortes ist eine Standardkomponente von EMDRs Phase 2 (Vorbereitung); ihre Rolle als Stabilisierungswerkzeug vor der Traumaverarbeitung ist klinisch etabliert. Formale Ergebnisstudien konzentrieren sich auf das vollständige EMDR-Protokoll, statt diese Komponente zu isolieren. (clinical)

Die Technik ist in jedes validierte EMDR-Protokoll eingebettet, wurde aber nicht separat als eigenständige Intervention erprobt.

Quellen

Häufiger Fehler

Zur Traumaverarbeitung zu eilen, bevor der sichere Ort wirklich gefestigt ist — das Bild sollte automatisch und beruhigend sein, bevor es unter Belastung getestet wird.

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