Halte dich stets an die drei Prinzipien

Bewahre dein Gelübde, gib nicht an, und übe unparteiisch mit allen – nicht nur den Menschen, die du magst.

Why it works

Lojongs drei Praxisprinzipien – Verpflichtung bewahren, öffentliches Tugend-Zurschaustellen aufgeben und Praxis unparteiisch anwenden – zielen auf die sozialen Verzerrungen, die transformative Praxis korrumpieren. Angeben stört die nicht-egoische Ausrichtung; selektive Praxis (nur mit Menschen, die du magst) bewahrt genau die Anhaftungen, die Leid erzeugen. Unparteiische Praxis trainiert die neuronale Gleichsetzung des Werts aller Menschen in Aufmerksamkeit und Fürsorge.

How to do it

  1. Halte deine Praxis meist privat; nutze sie nicht, um anderen Tugend zu zeigen.
  2. Wende Mitgefühlspraxis bewusst mit jemandem an, den du schwierig findest, nicht nur mit jemandem, den du liebst.
  3. Überprüfe regelmäßig deine Verpflichtungen und bekräftige sie erneut – nicht gegenüber anderen, sondern gegenüber dir selbst.
  4. Behandle es als weiteres Material zum Arbeiten, wenn du dich dabei ertappst, mit deiner Praxis anzugeben.

Evidenz

Forschung zu prosozialer Motivation zeigt, dass extrinsische Motivation (Tugend für andere aufführen) intrinsische Motivation und echtes prosoziales Verhalten untergräbt. Lojongs Anweisung, privat zu praktizieren, zielt genau darauf. (mechanistic)

Das ist eine mechanistische Verbindung zwischen traditioneller Lehre und Motivationsforschung; die konkrete Unparteilichkeitsanweisung ist kontemplative Weisheit, nicht aus Experimenten abgeleitet.

Häufiger Fehler

Die Praxis nur mit einfachen oder neutralen Menschen anzuwenden und das Training zu nennen – der eigentliche Test ist unparteiische Anwendung, besonders bei schwierigen Menschen.

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