Halte dich stets an die drei Prinzipien
Bewahre dein Gelübde, gib nicht an, und übe unparteiisch mit allen – nicht nur den Menschen, die du magst.
Why it works
Lojongs drei Praxisprinzipien – Verpflichtung bewahren, öffentliches Tugend-Zurschaustellen aufgeben und Praxis unparteiisch anwenden – zielen auf die sozialen Verzerrungen, die transformative Praxis korrumpieren. Angeben stört die nicht-egoische Ausrichtung; selektive Praxis (nur mit Menschen, die du magst) bewahrt genau die Anhaftungen, die Leid erzeugen. Unparteiische Praxis trainiert die neuronale Gleichsetzung des Werts aller Menschen in Aufmerksamkeit und Fürsorge.
How to do it
- Halte deine Praxis meist privat; nutze sie nicht, um anderen Tugend zu zeigen.
- Wende Mitgefühlspraxis bewusst mit jemandem an, den du schwierig findest, nicht nur mit jemandem, den du liebst.
- Überprüfe regelmäßig deine Verpflichtungen und bekräftige sie erneut – nicht gegenüber anderen, sondern gegenüber dir selbst.
- Behandle es als weiteres Material zum Arbeiten, wenn du dich dabei ertappst, mit deiner Praxis anzugeben.
Evidenz
Forschung zu prosozialer Motivation zeigt, dass extrinsische Motivation (Tugend für andere aufführen) intrinsische Motivation und echtes prosoziales Verhalten untergräbt. Lojongs Anweisung, privat zu praktizieren, zielt genau darauf. (mechanistic)
Das ist eine mechanistische Verbindung zwischen traditioneller Lehre und Motivationsforschung; die konkrete Unparteilichkeitsanweisung ist kontemplative Weisheit, nicht aus Experimenten abgeleitet.
Häufiger Fehler
Die Praxis nur mit einfachen oder neutralen Menschen anzuwenden und das Training zu nennen – der eigentliche Test ist unparteiische Anwendung, besonders bei schwierigen Menschen.
Übe das mit IX Coach
More practices for Lojong: Tibetisches Geistestraining
- Tonglen: Nehmen und Geben
Atme Leid ein (dein eigenes und das anderer); atme Erleichterung und Wohlergehen aus.
- Trainiere mit den zwei Wahrheiten in allen Aktivitäten
Halte gleichzeitig relative Realität (Dinge zählen) und ultimative Realität (Dinge sind leer von fester Essenz).
- Treibe alle Schuld in eine
Untersuche bei aufkommendem Konflikt, wie Ich-Anhaftung die Wurzel ist, statt der anderen Person die Schuld zu geben.
- Übe mit dem Unerwarteten
Nutze den Moment, wenn Dinge unerwartet schiefgehen, als die eigentliche Praxis, statt als Unterbrechung davon.
- Mach aus Göttern keine Dämonen
Lass spirituelle Praxis nicht zur Quelle von Stolz, Urteil oder Überlegenheit gegenüber anderen werden.
- Trainiere in den drei Schwierigkeiten
Bemerke das gewohnheitsmäßige Muster, entscheide dich, es zu unterbrechen, und arbeite dann daran, die Unterbrechung automatisch zu machen.
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