Treibe alle Schuld in eine

Untersuche bei aufkommendem Konflikt, wie Ich-Anhaftung die Wurzel ist, statt der anderen Person die Schuld zu geben.

Why it works

Der Lojong-Slogan „treibe alle Schuld in eine“ weist auf das gewohnheitsmäßige Muster der Selbstschutzhaltung: Wenn etwas schiefgeht, sucht der gewohnheitsmäßige Geist eine externe Ursache zur Schuldzuweisung. Die Praxis besteht darin, die Untersuchung nach innen zu lenken – nicht um sich selbst zu geißeln, sondern um die Rolle von Ich-Anhaftung, selbstzentrierter Erwartung oder Reaktivität zu bemerken, die zur Situation beigetragen hat. Das durchbricht den Schuldkreislauf, der zwischenmenschlichen Konflikt aufrechterhält.

How to do it

  1. Halte inne, wenn du dich dabei ertappst, jemandem für eine Schwierigkeit die Schuld zu geben, und frage: Welche Rolle spielten meine eigenen Erwartungen oder Reaktionen hier?
  2. Nutze das nicht, um wirklich schädliches Verhalten zu entschuldigen – rechne klar ab, was geschehen ist.
  3. Suche gezielt danach, wo Ich-Anhaftung (das Bedürfnis, dass Dinge auf eine bestimmte Weise laufen) Reibung erzeugt hat.
  4. Gehe die äußere Situation dann – separat – von einem klareren Ausgangspunkt aus an.

Evidenz

Forschung zu Attributionsverzerrung zeigt, dass selbstdienliche Zuschreibungen (sich für Erfolg gutschreiben, anderen für Misserfolg die Schuld geben) eine wesentliche Quelle zwischenmenschlichen Konflikts sind. Lojongs Anweisung, Ich-Anhaftung zu untersuchen, wirkt dieser Verzerrung entgegen. (mechanistic)

Das ist eine mechanistische Verbindung zwischen einer traditionellen Lehre und Attributionsforschung; die Praxis ist kontemplativ, kein klinisches Protokoll.

Häufiger Fehler

Diesen Slogan zu nutzen, um alle Schuld als Form der Selbstbestrafung zu übernehmen – die Praxis geht um Klarheit, nicht um Schuldgefühle.

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