Interozeptive Exposition: die gefürchteten Empfindungen absichtlich herbeiführen

Die körperlichen Empfindungen der Panik in sicherem, kontrolliertem Rahmen reproduzieren, um den Empfindungs-Angst-Link zu brechen.

Why it works

Die gefürchteten Empfindungen bei Panik haben konditionierten Angstzustand erworben – die Empfindung selbst löst Angst aus, unabhängig von echter Bedrohung. Interozeptive Exposition bricht diese Assoziation durch wiederholte Konfrontation mit den Empfindungen ohne die gefürchteten Konsequenzen.

How to do it

  1. Übungen auswählen, die die gefürchteten Empfindungen erzeugen: Hyperventilation, Drehen, Strohhalm-Atmung.
  2. Die Übungen in einer sicheren Umgebung durchführen – idealerweise anfangs mit therapeutischer Anleitung.
  3. Mit der Überzeugung arbeiten, dass die Empfindungen harmlos sind.
  4. Wiederholung bis die Empfindungen ihre Bedrohlichkeit verlieren.

Evidenz

Interozeptive Exposition ist eine der am besten belegten Komponenten der KVT für Panikstörung; randomisierte Studien zeigen starke Effekte auf Panikhäufigkeit und -intensität. (rct)

Am wirksamsten in Kombination mit kognitiver Umstrukturierung; interozeptive Exposition allein ist weniger untersucht.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Exposition abzubrechen, wenn Angst auftritt – das verhindert die Extinktion, die das Ziel ist.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Das Clark-Panikmodell, praktisch erklärt

Verwandte Konzepte