Die Fehlinterpretation identifizieren

Genau benennen, welche körperliche Empfindung man hat und was man befürchtet, dass sie bedeutet.

Why it works

Der katastrophisierende Gedanke bei Panik ist oft implizit – als Schrecken gefühlt statt als Überzeugung artikuliert. Ihn explizit zu machen holt ihn aus dem unbewussten Bedrohungssystem heraus und platziert ihn im deliberativen Denken, wo er untersucht werden kann.

How to do it

  1. Die körperliche Empfindung genau benennen: «Mein Herz rast.»
  2. Die Fehlinterpretation benennen: «Ich glaube, ich habe einen Herzinfarkt.»
  3. Aufschreiben, wenn möglich – das erhöht die Distanz zum Gedanken.
  4. Den Unterschied zwischen Empfindung und Interpretation klar halten.

Evidenz

Clarks Modell ist eines der besterforschten kognitiven Modelle in der klinischen Psychologie; KVT auf Basis dieses Modells zeigt starke Effekte bei Panikstörung. (observational)

Das Modell erklärt die Aufrechterhaltung gut; es erklärt nicht vollständig, warum manche Menschen zum ersten Mal Panik entwickeln.

Quellen

Häufiger Fehler

Die gesamte Panikepisode als eine Sache zu behandeln, statt Empfindung und Interpretation zu trennen.

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