Alternative, gutartige Erklärungen für die Empfindung generieren
Alle anderen Dinge auflisten, die die erlebte Empfindung plausiblerweise verursachen könnten.
Why it works
Die Panikspirale wird durch eine einzige dominante Erklärung aufrechterhalten, die alle Aufmerksamkeit bindet. Alternativen zu generieren – «Herzrasen: Koffein, Sport, Aufregung, Hitze» – bricht den Exklusivitätsanspruch der katastrophisierenden Interpretation.
How to do it
- Die Empfindung aufschreiben.
- So viele alternative Erklärungen wie möglich generieren – auch unwahrscheinliche.
- Jede Erklärung auf Plausibilität prüfen.
- Bemerken, ob die katastrophisierende Interpretation nach dieser Übung noch so sicher wirkt.
Evidenz
Kognitive Umstrukturierung, einschließlich Alternativerklärungen, ist eine Kernkomponente der evidenzbasierten Panikbehandlung. (rct)
Kognitive Techniken allein sind oft weniger wirksam als kognitive Techniken kombiniert mit Exposition.
Quellen
- Clark et al. (1994), brief cognitive therapy for panic disorder, Journal of Consulting and Clinical Psychology
- Clark, D. M., Salkovskis, P. M., Hackmann, A., Wells, A., Ludgate, J., & Gelder, M. (1999). Brief cognitive therapy for panic disorder: A randomized controlled trial. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 67(4), 583-589.
- Clark, D. M., Salkovskis, P. M., Hackmann, A., Middleton, H., Anastasiades, P., & Gelder, M. (1994). A comparison of cognitive therapy, applied relaxation and imipramine in the treatment of panic disorder. British Journal of Psychiatry, 164(6), 759-769.
Häufiger Fehler
Die Alternativerklärungen nicht wirklich zu glauben. Das Ziel ist nicht, überzeugt zu sein, sondern die Monopolstellung der Fehlinterpretation zu lockern.
Übe das mit IX Coach
More practices for Das Clark-Panikmodell, praktisch erklärt
- Die Fehlinterpretation identifizieren
Genau benennen, welche körperliche Empfindung man hat und was man befürchtet, dass sie bedeutet.
- Interozeptive Exposition: die gefürchteten Empfindungen absichtlich herbeiführen
Die körperlichen Empfindungen der Panik in sicherem, kontrolliertem Rahmen reproduzieren, um den Empfindungs-Angst-Link zu brechen.
- Sicherheitsverhalten identifizieren und reduzieren
Die Dinge bemerken, die man tut, um Katastrophen bei Panik zu verhindern – und damit zu experimentieren, sie wegzulassen.
- Ein Verhaltensexperiment durchführen, um die katastrophisierende Vorhersage zu testen
Die katastrophisierende Überzeugung als prüfbare Hypothese behandeln und einen Realwelttest entwerfen.
- Externale Fokussierung: Aufmerksamkeit von körperlichen Empfindungen weglenken
Bei Angst die Aufmerksamkeit nach außen lenken, um die Überwachungsschleife zu unterbrechen, die Empfindungen amplefiziert.
- Die Physiologie der Angst verstehen: warum Empfindungen harmlos sind
Verstehen, warum Herzrasen, Schwindel und Kurzatmigkeit die befürchtete Katastrophe physiologisch nicht verursachen können.
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